"Twenty Twelve" - Review der Serie zu den Olympischen Spielen
Wie es sicherlich einige bereits mitbekommen haben, starten heute Abend in London die 30 Olympischen Sommersspiele der Neuzeit. Neben einigen interessanten Arten diese zu bewerben, hat die BBC eine Serie entwickelt die auf lustige Art zeigen soll, wie das Büro der „Olympic Deliverance Commission“ (abgekürzt ODC) die Planung der Spiele übernimmt. Hier folgt nun ein Review über diese Serie, die überraschend neu daherkommt, obwohl die Idee bereits seit Jahren Erfolg hat.
Hier der Trailer der Serie:
Inhalt:
Ian Fletcher (Hugh Bonneville) ist der Chef des Olympischen Planungskomitees und muss zusammen mit Kay Hope (Amelia Bullmore) die für die Nachhaltung der Spiele zuständig ist, Nick Jowett (Vincent Franklin) Chef aller laufende Verträge der Spiele, Siobhan Sharpe (Jessica Hynes) Chefin der Werbung und des Marketing, Graham Hitchins (Karl Theobald) verantwortlich für die Infrastruktur während den Spielen und Fi Healey (Morven Christie) die für die Erhaltung des Erbes an London, zuständig ist, alle wichtige rund um die Spiele planen. Außerdem sind auch noch Ians erste Sekretärin Sally Owen (Olivia Colman) und Ians zweiter Assistent Daniel Stroud (Samuel Barnett) zu erwähnen, die Ian so gut es geht versuchen zu unterstützen.
Bewertung:
Die Engländer wissen einfach wie man Fernsehen machen muss. Die Serie ist witzig und so herrlich Englisch wie Doctor Who, Sherlock Holmes oder Agatha Christie. Hugh Bonneville (Downton Abbey) zeigt in dieser Serie sein komisches Talent und schafft es jedem Zuschauer ein Lächeln über die Lippen zu bekommen. Nicht unbedingt weil er selbst den Clown spielt, sonder vielmehr weil jeder um ihn herum verrückt ist.
Die Idee dass ein Kamera-Team die Menschen in einen Büro beobachtet und begleitet ist sicherlich nicht die neuste, nachdem „The Office“ (sowohl in England als auch in Amerika) eine große Fangemeinde hat. Dennoch wirkt die Serie nicht wie ein Abklatsch oder eine Kopie einer der beiden „Office“ Serien. Und schafft es frisch und neu zu erscheinen, obwohl gleichzeitig auch ein Gefühl von Beständigkeit in der Luft liegt.
Die Serie folgt einen Countdown zu den Olympischen Spielen sodass die letzte Folge der Serie erst vor kurzen (am 24 Juli) ausgestrahlt wurde. Mit Gaststars wie Tim McInnerny (Blackadder) oder Sebastian Coe (Ein ehemaliger Läufer und jetziger Politiker der sich mit dem Olympischen Spielen beschäftigt) ist die Serie erstklassisch besetzt und sorgt für viele Lacher. Als Sprecher, der einige Sachen innerhalb der Serie erklärt, hat sich David Tennant (Doctor Who, Blackpool) bereit erklärt seine Stimme zu leihen. Das Privatleben der Personen ist auch relativ interessant und sorgt für zusätzliche Lacher, wodurch die Serie einfach nur ein lustiger Zeitvertreib ist.
Fazit:
Wer sich für die Olympischen Spiele interessiert und diese Serie bisher nicht kannte, dem kann ich diese Serie nur empfehlen. Auch Menschen die an guten englischen Serien interessiert sind, können einen Blick riskieren. Alle anderen werden die Serie wahrscheinlich nicht mögen weil sie einfach zu sehr sich mit den Olympischen Spielen beschäftigt. Mit insgesamt 13 Folgen in zwei Staffeln ist die Serie auch eher für den kurzfristigen Genuss geeignet.
Das die Serie nach Deutschland kommt ist relativ unwahrscheinlich, weil kein Sender die Serie nach den Olympischen Spielen noch ausstrahlen wird. Dennoch wäre es möglich dass die Serie irgendwann auf ZDFNeo oder einem anderen Sender kommt, weil sie ganz einfach witzig ist, auch ohne die Olympischen Spiele im Fernsehen.
Wer also noch eine lustige Serie sucht, mit witzigen Dialogen, um die Zeit der Olympischen Spiele zu überstehen, hat hier eine alternative zu den Sportlichen Aktivitäten in England.
Eine Szene aus der ersten Folge der zweiten Staffel:
Von Olav Bottner
Veröffentlicht am 27.07.2012















