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"Doctor Who": Review "The Time of the Doctor"

Spoiler! "Doctor Who": Review "The Time of the Doctor"

Konnte die letzte Folge mit Matt Smith in der Hauptrolle überzeugen? Hier folgt nun das Review zur Weihnachtsfolge „The Time of the Doctor“.

 

Inhalt:

Mysteriöse Signale von einem Planeten locken alle möglichen Raumschiffe (Daleks, Cybermen, Sontarans, Slitheen und viele mehr) und natürlich auch den Doctor, an der das Rätsel lösen will. Allerdings ist der Planet von einem Kraftfeld umgeben.

Clara hat zeitgleich andere Probleme und zwar muss sie das Weihnachtsessen für ihre Familie zubereiten und hat der Familie erzählt, dass ihr Freund ebenfalls zum Essen erscheinen wird. Nur hat sie überhaupt keinen festen Freund, weswegen der Doctor in diese Rolle schlüpfen muss.

Er wäre nicht der Doctor, wenn er beides könnte. Er und Clara entdecken auf dem Planeten ein Dorf mit dem Namen Weihnachten und erfahren, dass es sich bei dem Planeten um Trenzalore handelt.

 

 

Steven Moffat macht es sich mit der Folge nicht leicht. Erstens ist es die Folge nach dem grandiosen Jubiläumsfolge „The Day of the Doctor“, zweitens wollte er die Handlungsbögen um den 11. Doctor beenden. Das gelingt leider nur bedingt gut.

 

Ein Vergleich zum 50. Jahrspezial ist natürlich nicht fair. Dort war das Budget um einiges höher. Dadurch wirken die Schlachtszenen aus dieser Folge weniger episch und bei weiten nicht wie man es sich vorstellt. Besonders, wenn man sich den riesigen Friedhof aus der Folge „The Name of the Doctor“ in Erinnerung ruft.

Auflösung

 

Dass der Raum-Zeit-Riss aus der 5. Staffel noch einmal auftaucht war eine gute Idee von Moffat. Etwas eigenartig ist aber, dass der Riss die größte Angst des Doctors ist, welche er in der Folge „The God Complex“ in einem Raum gesehen hat. Damals hatte er es noch mit „who else?“ kommentiert. „What else“ wäre bei einem Raum-Zeit-Riss wohl angebrachter gewesen.

 

Etwas überhastet werden die Staffelhandlungen der 5 und 6. Staffel beiläufig von Mutter Oberin Tasha Lem aufgelöst. Madame Kovarian und die Stille (aus der sechsten Staffel) ist somit eine Abspaltung der Kirche, die sich als Ziel gesetzt hatte den Doctor davon abzuhalten Trenzalore zu erreichen um ein Wiederaufleben des Zeitkrieges zu verhindern. Also anders als vielleicht vermutet. Es sollten nicht die Ereignisse von dem Finale der 7. Staffel aufgehalten werden, in dem The Great Intelligence den Doctor aus der Zeit löschen wollte und so Milliarden von Leben in Gefahr bringen würde.

Die Auflösung erscheint soweit ganz schlüssig, aber irgendwie sehr beiläufig. Genau die Tatsache als der Doctor gesteht, dass es sich bei einer Inkarnation um die letzte hält (hat er den 12. Doctor und seine Tardis im Special nicht mitbekommen?). Die Aufklärung war wichtig, hatte aber mehr dramaturgisches Potenzial. Die Timelords gewähren dem Doctor einen neuen Zyklus von 12 Regenerationen, womit das Problem gelöst wurde. Ebenso wurde das Problem der Bedrohung durch die Daleks gelöst.

 

Schauspielerische Leistung

Matt Smith und Jenna Coleman liefern beide wieder einmal eine gute Leistung ab. Das Zusammenspiel zwischen den beiden war wieder grandios. Die Chemie zwischen den beiden stimmt einfach. Clara gleich zweimal wieder nach hause zu schicken, passt zum Doctor. Hatte er das nicht schon mit Rose im Finale der ersten Staffel gemacht. Aber es wirkte dennoch wie ein alter Hut. Den Doctor altern zu lassen war überraschend. Matt Smith konnte da wieder beweisen, dass er trotz seines Alters sehr glaubwürdig eine sehr alte Person spielen kann. Dennoch alterte er in den 200 Jahren, in denn er in der Inkarnation schon unterwegs war nicht.Tat dies aber in den 600 Jahren, in den er das Dorf verteidigt hatte. Sein Monolog auf dem Kirchenturm und anschließend in der Tardis waren gut umgesetzt. Matt Smith konnte in der Folge alles zweigen, was ihn zu einem guten Doctor machte. Alle seine Eigenarten durften noch einmal auftauchen. Sein Tanzstil, sein Lieblingsessen und natürlich seine Fliege.

Positives

Was noch positiv auffiel war:

  • Die Rückkehr der Dalek-Marionetten war gut. (Es stellt sich aber die Frage, wie ein Dalek-Silent funktioniert, vergessen die Daleks, dass sie ihn besitzen).

  • Der körperlose Cybermen-Kopf Handles war eine tolle Idee und erinnerte etwas an den Robotorhund K9. Einen Robot als Begleiter hätte in zukünftigen Folgen etwas.

  • Die Perücke vom Doctor

  • Amys Erscheinen in der Regeneration

  • Capaldi Frage, ob Clara wüsste, wie man die Tardis fliegt.

Negatives

Was noch negativ auffiel war:

  • dass keine richtigen Weihnachtsgefühle beim Schauen der Folge nicht rüber kommen wollten. Es wirkte auch etwas gezwungen, dass das Dorf Weihnachten heißt.

  • Auch eigenartig, dass sich das Dorf in den 600 Jahren in den der Doctor es beschützt kaum zu ändern scheint.

  • Das Auftauchen der Weeping Angels schien keine Funktion als einen Schockmoment zu erfüllen. Wie wurden sie besiegt?

  • Capaldis Bemerkung über seine Nieren. Ich rechnete fest mit einem Satz über die Jahre, so wie die zwei Doctoren vor ihm.

 

Offene Fragen

Sind die Ereignisse in „The Name of the Doctor“ dadurch nicht passiert? Auf Trenzalore gibt es nun kein Grab vom Doctor. Also gibt es keine anderen Versionen von Clara? Suchen sich die Timelords nun einen anderen Riss um wieder in das Universum zu kommen?

 

Alles in allem lässt sich sagen, dass die Folge viel Potenzial verschenkt und ähnlich wie David Tennants Abschiedsfolge die Erwartungen nicht gänzlich erfüllen konnte.

Dennoch gibt es 6 von 10 Punkten. Also ein „ok“ von mir für diese Folge.


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