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“Black Mirror”: Review 3x5: Männer aus Stahl (Men Against Fire)

“Black Mirror”: Review 3x5: Männer aus Stahl (Men Against Fire)

In den letzten 10 Jahren hat sich die Technologie in unsere Leben breitgemacht und sich dort in beinah jedem Aspekt des alltäglichen Lebens eingeschlichen, bevor man darüber nachdenken konnte, ob es wirklich Notwendig war. Mittlerweile findet man die neuste Technologie in jeder Stadt, auf dem Land, in jedem Haus, auf jedem Schreibtisch und sogar in den Händen unserer Kinder wieder. Sei es der neuste Fernseher der eine 3-D Funktion hat, eine Uhr mit der man Telefonnieren kann oder ein Handy, das mittlerweile mehr kann als nur Telefonieren. Mittlerweile dienen diese Gegenstände nur noch als schwarze Spiegel unserer Existent im 21. Jahrhundert. Unser Bezug zur Realität verlagert sich langsam. Wir beten an den Altären von Google und Apple. Facebook-Algorithmen kennen uns mittlerweile besser als unsere eigenen Eltern. Wir haben Zugriff zu einer unfassbaren Anzahl an Informationen, habe eine neue Form des Erlebens gefunden und haben mehr Möglichkeiten, die wir danach in weniger als 140 Zeichen versuchen mit der Welt zuteilen.

Black Mirror beschäftigt sich mit den Konsequenten die durch diese Technologien entstehen. Was sind die Gefahren hinter Facebook, Twitter und Instagram? Was wissen Google, Apple und WhatsApp wirklich von unserem Leben? Black Mirror kann, mit einigen komischen, einigen schockierenden und immer interessanten Geschichten erzählen, die morgen durchaus so passieren könnten oder Heute vielleicht schon passiert sind.

Charlie Brooker zeigt mit Black Mirror eine spannende, satirische Serie, die das kollektive Unbehagen über moderne Technologien im Alltag schildern kann.

Die aktuelle Staffel von Black Mirror kann man jederzeit auf Netflix finden. Auch die ersten beiden Staffeln und das Weihnachtsspezial sind auf Netflix verfügbar.

Dieses Review basiert auf der englischen Version dieser Folge.

 

Inhalt:

Eine Militärische Organisation kämpft gegen sogenannten „Schaben“. So werden die mutierten überlebenden (ausgelöst durch eine biologische Waffe) eines nicht näher benannten Krieges genannt. Koinange, bekannt als „Stripe“ (Malachi Kirby), und Raiman, bekannt als „Ray“ oder „Hunter“ (Madeline Brewer), sind Teil einer Einheit die geleitet wird von Medina (Sarah Snook). Diese Einheit benutzt Implantate die MASS genannt werden. Diese sollen bei der strategischen Übersicht im Kampfeinsatz helfen.

Die Einheit antwortet auf einen Hilferuf eines Dorfes dessen Essensvorräte von Schaben geplündert und verdorben wurde. Eine Spur führt sie in ein altes Bauernhaus wo sie den Besitzer (Francis Magee) befragen können. Während Medina ihn verdächtigt Schaben zu verstecken untersuchen die anderen das Haus. Schließlich finden sie auch einige Schaben die anscheinend weder äußerliche Merkmale haben, außer dass sie blass sind und scharfe Zähne haben, noch irgendeine Sprache sprechen können. Während der Bauernhausbesitzer Medina angreift, kämpft Stripe mit einen der Schaben der ihn mit einem kleinen grünen Licht, in der Form einer Taschenlampe, anstrahlt.

Die Schaben werden getötet, außer eine die es schafft in den Wald zu fliehen. Der Bauernhausbesitzer wird festgenommen und das Bauernhaus wird in Brand gesteckt.

Auf dem Weg zurück zum Hauptquartier hat Stripe eine Art Tagtraum von einer Frau. In der Nacht hat er den selben Traum, dieses Mal aber mit Bildern voller Blut.

Nach einer Unterhaltung mit Raiman weiß der Zuschauer das diese Bilder als sexuellen Fantasien als Belohnung für gute Arbeit dienen. Später, während sein Interface mehrere Male Fehlfunktionen zeigte, wird er zu Arquette (Michael Kelly) geschickt, ein Arzt und Psychologe der Stripe helfen soll. Dieser ist für den Tagtraum verantwortlich. In der nächsten Nacht hat er eine weitere Sexuelle Fantasie die dieses Mal noch viel intensiver ist, weil mehrere Versionen der selben Frau darin erscheinen. Aber auch hier erscheinen wieder Fehlfunktionen was dazu führt das er mitten in der Nacht erwacht.

Am nächsten Tag erreichen die Soldaten ein Gebiet wo es angeblich Schaben geben soll. Weitere Fehlfunktionen beeinträchtigen nun unteranderen den Geruchssinn von Stripe. Auf dem Gelände werden die Soldaten von einem Scharfschützen der Schaben überrascht der Medina töten kann. Deckung und den Scharfschützen suchend, entdeckt Stripe eine anscheinend normale Frau auf dem Gelände. Diese wird aber von Raiman erschossen als sie gerade fliehen wollte. Daraufhin wird klar, das während Stripe eine ganz normale Frau gesehen hatte, Raiman eine Schabe sah. Stripe schlägt daraufhin Raiman K.O., wird aber währenddessen von einem Schuss getroffen. Zusammen mit einer der Schaben, eine Frau (Ariane Labed) und ihrem Kind, die Stripe verstehen und erkennen kann, fliehen sie.

Nachdem Stripe kurz Ohnmächtig wird, führen die Schaben ihn in den Wald. Die Frau erklärt Stripe dass ihr Name Catarina ist und dass sein MASS-Implantat seine Sicht bisher verändert hat. Ihre Sicht wurde aber nicht beeinträchtigt und sie erklärt das dies die Propaganda und die Bigotterie unterstützt. Die Wesen die von den Soldaten als Schaben gesehen werden sind in Wirklichkeit normale Menschen die von der aktuellen Regierung ausgeschlossen werden, weil diese denken das sie besser sind als die überlebenden des Kriegs von vor 10 Jahren.

Unterdessen findet Raiman Stripe, tötet dabei 2 Schaben und bringt Stripe zurück ins Hauptquartier.

In Gewahrsam, erklärt Arquette dass dieser Taschenlampen-ähnliche Gegenstand ein optischer Transmitter war der sein MASS Implantat mit einem Virus infiziert hat. Danach redet Arquette über die Geschichte der Kriegsführung und bezieht dabei auch das Thema PTSD mit ein.

Er offenbart das das Implantat dazu da ist den Gegner zu entmenschlichen, was dazu führen soll das die Soldaten ohne Reue töten können sowie ihre Effizient erhöhen soll in dem zum Beispiel die Schreie ihrer Opfer herausgefiltert werden.

Er bestätigt das Stripe für das „Schützt die Blutlinie“ – Programm gearbeitet hat. Er zeigt ihm ein Video worauf zu sehen ist das er wissentlich dem Programm beigetreten ist und das MASS ihm daraufhin das Gerät eingesetzt hat was unteranderen zur Folge hatte das er seine Einwilligung (weil er zu dieser Zeit betäubt war) vergessen hatte.

Stripe versucht Arquette vor lauter Wut anzugreifen. Daraufhin kann dieser Stripe kurzzeitig erblinden lassen und zeigt ihm daraufhin das Video seiner ersten Mission. Darauf sieht er wie er brutal Schaben tötet und erkennt dabei auch Caterina wieder.

Als Arquette daraufhin droht das Video zu veröffentlichen, willigt Stripe ein seine aktuellen Erinnerungen löschen zu lassen. Danach wird er entlassen und kehrt zurück nach Hause wo seine Traumfrau bereits auf ihn wartet.

In Wirklichkeit ist er aber völlig allein in einem heruntergekommenen, baufälligen Haus ohne Frau.

 

Review:

Krieg ist nicht unbedingt schön. Auch wenn man einen Einsatz rechtfertigen kann, egal ob es gegenüber seiner Regierung oder seinem Volk ist, ist es vor allem für die Soldaten die Hölle auf Erden, wenn sie sich durch die Laufgräben oder die Dschungel anderer Länder rennen, schleichen und schießen müssen. Wir kennen die Geschichten, die Videos und die Dokumentationen die zeigen das Soldaten auch danach durchaus noch mit den Geschehenen kämpfen. Seit es durch Alpträume oder PTSD; Krieg ist schlimm.

Doch was wäre, wenn man zu mindestens eine der Gründe warum Soldaten nicht kämpfen wollen aus der Gleichung herausnimmt? Was wenn man ein Monster erschaffen kann wovon man keine Schuldgefühle bekommt? Also quasi ein Monster was man gerne tötet? Würde das etwas in einem Krieg ändern?

Darum geht es eigentlich in dieser Folge. Moderne Kriegsführung in Zeiten wo beinah alles mit Technologie möglich ist. Und auch das entstellen der „Schaben“ bedient diesen Zweck. Schließlich ist man eher von jemanden (oder etwas) hässlichen angebiedert, ein Monster das gänzlich anders aussieht als man selbst, als von jemanden der genauso aussieht, isst, schläft und lebt wie du.

Die Fantasie, das Aliens einzig und allein auf die Erde kommen um die Menschheit zu töten, ist bereits häufig Bestandsteil von Serien und Filmen gewesen. Das der Mensch aber, zur zerstören von großen Teilen der Erde, keine fremde Hilfe braucht, hat er auch schon bewiesen.

Und passend zur Realität kommt auch ein bisschen Flüchtlingsangst vorbei. Denn das eine Regierung beschließt eher auf Leute zu schießen als ihnen zu helfen, nachdem sie alles verloren haben, ist leider auch keine undenkbare Möglichkeit mehr.

 

Während die Themen auch hier wieder interessant und sogar vielschichtiger sind als man es vermuten könnte (Am Ende entschließt sich Stripe (wieder) um alles geheim zu halten), ist die Umsetzung leider nicht so sehr geglückt. Ziemlich schnell kommt Langeweile auf die sich auch leider durch neue Wendungen kaum beseitigen lässt.

Die Schauspieler versuchen ihr Möglichstes aber irgendwie will und will keine Spannung aufkommen. Da ändert auch das Erkennen von Michael Kelly als Mitglied von House of Cards sehr wenig daran.

 

Fazit:

Während sich die erste Hälfte vor allem aus Action zusammensetzt, diese aber kaum irgendeine Bedeutung hat, weil man nicht genau weiß was diese zu bedeuten hat, ist der 2. Teil dieser Folge auf einem Raum beschränkt worin man zwar endlich die Antworten bekommt, diese aber zu trocken und zu langatmig vorgetragen werden als dass man sie zu diesem Zeitpunkt noch hören will. Das Bild ist die ganze Zeit Grau in Grau gehalten was leider auch kaum Stimmung aufkommen lässt.

Das schmälert nicht die Idee die hinter dieser Folge steht. Propaganda ist seit je her ein wichtiger bestandsteil eines Krieges. Doch leider schafft es, anders als gute Propaganda, die Folge es nicht da zu überzeugen wo man überzeugen sollte. Dazu ist der erste Teil einfach zu wirr und der zweite Teil der Folge zu langatmig angelegt.

Was bleibt ist eine Folge die es zwar schafft ihre Geschichte innerhalb ihrer gegebenen Zeit zu erzählen (ich habe keinerlei Fragen mehr wenn der Abspann kommt), dabei aber leider nicht die mögliche Tiefe erreicht die bereits frühere Folgen in der Hälfte dieser Zeit erreicht hatten.

Und so bleibt abschließend nur noch zu sagen das die Idee durchaus zu etwas taugt, die Umsetzung allerdings viele Mängel aufweist.

Malachi Kirby über die Folge:

Black Mirror: Willkommen in der Dunkelheit:

Men Against Fire Soundtrack:

Nächste Woche geht es um, passend zu Weihnachten, die Weihnachtsfolge von Black Mirror die zwischen der zweiten und dritten Staffel entstanden ist. Darin sehen sie John Hamm, Oona Chaplin und Rafe Spall in mehreren kleinen Geschichten die aber alle irgendwie etwas miteinander zutun haben.


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