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”Star Trek Discovery“: Review zur Folge 1.04: “The Butcher’s Knife Cares Not for the Lamb’s Cry”

Spoiler! ”Star Trek Discovery“: Review zur Folge 1.04: “The Butcher’s Knife Cares Not for the Lamb’s Cry”

“The Butcher’s Knife Cares Not for the Lamb’s Cry” ist bereits die 4. Folge der neuen Star Trek Serie und noch immer nicht kann sich eine Art von Vertrautheit einstellen. Das unter anderen auch weil wir immer noch nicht alle Crewmitglieder kennen gelernt haben oder die, die wir bereits kennen, relativ wenig Zeit bekommen um sich auch wirklich vorzustellen.

Der Titel, der freiübersetzt so etwa lauten würde: “Des Schlachters Messer interessiert sich nicht für die Tränen des Lamms“, kann man hier sicherlich mehrdeutig anwenden. Einmal geht es sicherlich um Burnhams Bemühungen das Wesen zu verstehen oder es schmerzen zu zufügen, was Captain Lorne aber relativ egal ist. Es geht aber auch um den internen Machtkampf der Klingonen. Auf einer höheren Ebene spiegelt es auch noch die Fans der Serie wieder in dem man ihnen Klipp und klar sagen muss: Das ist nun Star Trek, ob es euch gefällt oder nicht.

Ob es aber wirklich so drastisch ist, was die Freuden und die Frustrationen dieser Folge sind und warum es heute vor allem um Haustiere, Ärzte und Testamente ging, das erfahrt ihr jetzt im Review der 4. Folge von Star Trek Discovery.

 

Wer bisher noch nicht die bisherigen Reviews zur Serie gelesen hat, oder sich diese noch einmal durchlesen will, kann hier fündig werden (oder bei unserem Serienbereich zur Serie hier):

Folge 1 & 2: Star Trek Discovery Review Folge 1 & 2

Folge 3: Star Trek Discovery Review Folge 3

 

Inhalt:

Captain Lorca beauftragt Burnham das Wesen zu untersuchen das er in der vorigen Folge von der U.S.S. Glenn gebeamt hatte und dort einige Menschen und Klingonen getötet hatte. Das Wesen will er, sobald es geht, als Waffe gegen die Klingonen einsetzten. Unterdessen soll die U.S.S. Discovery mit ihrem Sporen-Antrieb einer Minenkolonie von Dilithium auf Corvan 2 zur Hilfe kommen, die von Klingonen angegriffen wird.

Während Captain Lorca Wissenschaftsoffizier Stamets befiehlt den Sporenantrieb zu benutzten, muss dieser vor den Gefahren hinweisen das sie die Sporen noch nicht kontrollieren können. Beim ersten Versuch kollidieren sie deshalb auch beinah mit einem Stern.

Wieder in Sicherheit will Commander Landry Burnhams Untersuchung beschleunigen und versucht das Wesen, das Burnham Ripper nennt, zu betäuben. Als sie es dabei aus seinem Gehege lässt, greift es sie an und tötet sie. Später kann Burnham herausfinden das es auf die Sporen reagiert und schafft es mit einem Kanister mit den Sporen nah genug an das Monster heran zu kommen. Burnham auffallend, dass das Wesen auf die Sporen reagiert, können Burnham und Wissenschaftsoffizier Stamets das Wesen auf den Maschinenraum teleportieren wo es mit dem Antrieb verbunden werden kann, wodurch die Discovery der Minenkolonie zur Hilfe eilen kann.

Unterdessen können die beiden Klingonen Voq und L’Rell den Dilithium Prozessor der U.S.S. Shenzhou bergen, weil sie ihn selber für T’Kuvma’s Schiff brauchen. Bei ihrer Rückkehr hat aber Commander Kol das Schiff und seine Besatzung übernommen. Danach kann er Voq auf dem Wrack der U.S.S. Shenzou zum Sterben zurücklassen. Doch kurz nachdem er mit seinem neuen Schiff weg fliegt erscheint L’Rell bei ihm und sagt ihm das sie den Krieg gemeinsam gewinnen können.

Star Trek Discovery: Trailer Episode 4:

 

Review:

Was soll man zu dieser Folge sagen. Zuerst: die Folge sieht wieder sehr gut aus. Vorbei sind die Zeiten wo wir uns in Gedanken flüchten mussten wo wir zwar wussten was gemeint war aber das Budget (und die Möglichkeiten) zu begrenzt waren um etwas umzusetzen. Außerdem ist das Wesen eines der ersten in der Geschichte von Star Trek das nicht auf dem Prinzip der 2 Beine beruht, da bisher ja immer ein Mann (oder eine Frau) in einer Verkleidung dahinter war. Mit der Möglichkeit von CGI und HD können wir uns nun auf Aliens freuen die mal etwas anders aussehen als ein Mensch mit einer merkwürdigen Maske.

Die Geschichte dieser Folge geht dort weiter wo wir das letzten Mal aufgehört haben und gliedert sich deutlich in einem Anfang, Mittelteil und Schluss. Der Sporen-Antrieb steht dabei im Zentrum der Folge und schafft es die Folge interessant zu gestalten. Das auch, weil wir auf So etwas bei Star Trek noch nicht gestoßen sind. Ob es das besser macht oder nicht, da werden viele verschiedene Meinungen haben. Auf jedenfall ist es ein interessanter Ansatz der auch in der Zukunft (wie der Trailer zur nächsten Folge bereits zeigt) noch eine Rolle spielen wird.

Neben dem Antrieb und dem Wesen das die Sporen (oder andersherum) beeinflussen kann, stand hier mal wieder Burnham im Fokus und wieder einmal kommt da absolut nichts rüber. Man muss ihr vielleicht zugutehalten das sie nicht unbedingt Sympathisch rüberkommen will, doch während sie ihre Kollegen durchaus vor dem Kopf stoßen kann und darf, sollte der Zuschauer langsam mit ihr etwas anfangen können sodass dieser auch ihre Abenteuer erleben will. Bei mir hat sie es immer noch nicht geschafft. Wäre sie, anstatt Commander Landry, von dem Wesen angegriffen wurden und getötet wurden, hätte mich das nur geringfügiger, mehr oder weniger, interessiert. Das ist ein schlechtes Zeichen.

Die Kastanien aus dem Feuer holte in dieser Folge Captain Lorca. Er ist bei weitem sicherlich nicht der beste Star Trek Captain den wir jemals erleben durften, aber in dem er sich als ein Mann positioniert der alles versuchen wird um den Krieg zu beenden, kann man ihm zu mindestens auf eine Seite des Spektrums einfügen. Man kann ihn mögen, man kann ihn hassen, aber man kann ihn zu mindestens irgendwo einordnen. Das hat Burnham bei mir noch nicht geschafft. Die beste Szene die das in dieser Folge beweist ist als Lorca die gesamte Crew zwingt den Hilferuf der sterbenden Minenarbeiter sich anzuhören. Wenn man darüber nachdenkt das die meisten ja gar nichts dagegen tun können, oder Schuld daran sind das sie ihnen nicht helfen können, zeigt das schon seine Tiefe und das er in späteren Folgen sicherlich noch einige Grenzen überschreiten wird um das zu bekommen was er will.

Neben den Abenteuern der U.S.S. Discovery sehen wir auch die Abenteuer einiger Klingonen, die nach dem Kampf mit der U.S.S. Shenzhou anscheinend ein halbes Jahr in dem Trümmerfeld des Kampfes aus der 2. Folge alles repariert haben was es zu reparieren gab. Und wären wir sehen müssen wie der Verrat am Ende der Folge, in den nächsten Folgen Thematisiert wird (im Trailer zur nächsten Folge sind sie bereits wieder zu sehen), muss ich gestehen das ich mittlerweile die beiden Klingonen, Voq und L’Rell, sehr gut porträtiert und gespielt fand. Hier kam, unteranderen in der Szene wo sie die den Dilithium Prozessor aus der U.S.S. Shenzhou bergten, mehr Gefühle herüber als bei Burnham in den letzten 4 Folgen. Wenn das so weitergeht werden ich am Ende der Staffel vielleicht sogar auf der Seite der Klingonen stehen. Mal schauen was noch kommt.

Tilly, die wir letzten Mal gar nicht erwähnt haben im Review, macht damit weiter womit sie das letzte Mal aufgehört hat, und zwar den Fangirls auf der ganzen Welt eine Stimme zu geben in dem sie zeigt; auch ihr könnt irgendwann mal etwas werden. Seit nur euch selbst. Und während ich den Gedanken gutheißen kann, finde ich die Darstellung etwas fehl am Platz. Gerade im Vergleich zu den anderen Mitgliedern der Crew. Hier würde ich mir etwas mehr Tiefgang wünschen um zu erfahren warum sie was macht und was sie damit erreichen will. Denn Captain, wie sie es selbst angedeutet hat, wird sie mit ihrem jetzigen Verhalten nicht.

Auch Schade, ist das Saru wieder einmal, genau wie in der letzten Folge, als Flurschmuck nicht unbedingt viel mehr zu tun hat als Leute auf ihrem Weg von A zu B zu begleiten. Hier habe ich aber Hoffnung das sich das in der nächsten Folge bereits ändert (Trailer etwas weiter unten). Potenzial hat die Figur aufjedenfall immer noch.

Interessant war, dass das anscheinend geheime Labor des Captains kein sonderlich großes Geheimnis war. Anscheinend weiß beinah jeder das es diesen Raum gibt (selbst Tilly kennt diesem Raum und hat auch dazu Zugang) und irgendwie scheint es niemand zu stören das dort Waffen und Wesen gesammelt werden. Es entkräftet irgendwie die letzte Szene der 3. Folge, hatte der Zuschauer mal das Gefühl etwas zu wissen was nicht schon jeder weiß.

Mittlerweile kann sich auch das Intro vertraut anhören. Es hilft sicherlich das wir es zu diesem Zeitpunkt mindestens 4-mal gehört haben (Ich mittlerweile sogar schon öfters), aber umso trauriger ist es, dass es sich anhört wie ein Sammelsurium und nicht wirklich auf eigenen Beinen stehen kann. Da es das nun mal auch ist, wird es mir wahrscheinlich nie so sehr gefallen wie die anderen Star Trek Intros.

Eines der Minuspunkte, sind auch in dieser Folge die Untertitel, jedes Mal wenn die Klingonen im Bild sind. Sicherlich ist es authentischer aber da sie in dieser Folge viel Text haben, komme ich nicht immer hinterher und wenn dann auch noch Alltäglichkeiten ausgetauscht werden, frage ich mich ob das wirklich die beste Lösung war. Hier hätte man sich auch auf eine Sprache einigen könne die es wirklich gibt, treu nach dem Motto von verschiedenen Spionage Filmen wo alle Englisch sprechen, nur halt mit irgendeinem Akzent.

Schön war die Geschichte um Captain Philippa Georgiou und ihrem Erbe. Ob das in irgendeiner Form realistisch ist, hätte sie die Kiste auch ins Gefängnis geschickt bekommen?, sei mal dahin gestellt aber das ich mir vorstellen soll, dass jemand extra noch einmal das Wrack besucht um das Teleskop zu suchen aber anscheinend vergisst einen unbeschädigten Dilithium Prozessor mit zu nehmen, ja das ist schlechtes Schreiben auf einem ganz anderen Niveau! Weniger schön war die Mitteilung das die übriggebliebenen Klingonen den toten Captain Georgiou anscheinend gegessen haben. Das will man sich nicht wirklich vorstellen.

Und auch das Schiff bekommt dieses Mal etwas zu tun. Obwohl es immer noch ein Mysterium ist, nachdem es in der letzten Folge kurz am Anfang zu sehen war, haben wir es eigentlich noch nicht wirklich in Aktion gesehen. Auch beim Kampf am Ende dieser Folge war der Plan des Captains, das Feuer auf das Schiff zu ziehen und dann zu springen etwas Rätselhaft. Denn wie das den Gegner besiegt hat und wie der Captain sicher sein konnte das nicht doch noch irgendwo ein Schiff das Manöver überlebt hat, bleibt mir ein Rätsel. Aber wir haben gesehen das der Ring, der sich um die Brücke befindet, und der obere Teil des Schiffes ist, dreht sich, warum auch immer, wenn sie den Sporen-Antrieb anschalten.

Was die Besatzung betrifft haben wir in dieser Folge den Arzt kennengelernt der in Star Trek, spätestens seit der Voyager mit Robert Picardo als Hologramm ein ganz eigenes Thema für sich ist. In dieser Folge kann Dr. Hugh Culber (gespielt von Wilson Cruz) Erfolgreich die Nase des Wissenschaftsoffiziers Stamets „reparieren“ und kurz danach weniger Erfolgreich Commander Landry behandeln. Auch wenn hier wieder die Zeit fehlt um sich wirklich ein Bild von ihm zu machen ist seine Erfolgsstatistik im Moment bei 50% von dem was wir auf dem Bildschirm gesehen haben. Hoffen wir das er in späteren Folgen etwas mehr zu tun bekommt und das seine Erfolgsaussichten dabei besser sind.

 

Fazit:

Es ist nicht alles schlecht aber richtig gut nun auch wieder nicht. Zwischen Ripper als Haustier, Sympathischen Klingonen und einem Captain der sicherlich auch über Leichen gehen würde, hat die Serie sich mit ihrem Hauptdarsteller Burnham immer noch nicht so richtig gefunden.

Was ich mit dieser Folge gefunden habe ist eine Folge die Spaß macht auf mehr, auch wenn daran nicht alles perfekt war. Wir haben unseren ersten Kampf mit der U.S.S. Discovery hinter uns (auch wenn nicht viel zu sehen war) und wir haben schon wieder ein Crewmitglied verloren aber mit dem Arzt gleich ein neues dazu gewonnen.

Kleinere Plotholes sind ärgerlich, können aber noch verdeckt werden von schönes Aussichten, Wesen die Sporen essen und einer Menge Untertitel. Mal schauen wie wir nächste Woche die Ankunft des, aus der Ursprungsserie stammenden Harry Mudd (Rainn Wilson), bewältigen können.

 

Wertung Folge 4: 8,5 von 10

 

Die Wertung der bisherigen Folgen:

Folge 1: 7,0 von 10

Folge 2: 8,0 von 10

Folge 3: 8,0 von 10

 

Star Trek Discovery: Trailer Episode 5:

Von

Olav Bottner


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