Serienfans.TV - deine Serien Community
"Star Trek: Discovery": Review zur Folge 1.09 "Into the Forest I Go"

Spoiler! "Star Trek: Discovery": Review zur Folge 1.09 "Into the Forest I Go"

Es ist vollbracht. Der erste Teil der ersten Staffel von "Star Trek: Discovery" ist mit der Episode "Into the Forest I Go" zu Ende gegangen. Dabei gab es wieder bekannte Muster rund um Durnham, aber auch durchaus gute Action und Special-Effects, jedoch ein unzufriedendes Ende. Unser Review zur Episode.

Man muss vorweg nehmen, dass die ersten 35 Minuten der Episode grundsolide gemacht sind mit einigen guten Elementen, sodass hier durchaus eine zufriedenstellende Episode hätte stehen können. Unglücklicherweise haben die Autoren aber noch 12 Minuten dran hängen müssen, die des Guten dann aber zu viel waren. Verstörende Szenen und eine vorhersehbare Handlung ziehen die gesamte Episode ins Negative.

Inhalt:

Die nach Harmonie strebenden Wesen von Pahvo haben am Ende der letzten Episode über ihren begehrten Transmitter unglücklicherweise eine Botschaft an die Klingonen geschickt, dass sie doch vorbei kommen mögen, um ein Leben in Harmonie zu verbringen. Tatsächlich befindet sich Kol's Flagschiff - das Schiff der Toten - bereits auf dem Weg. Höchster Alarm also an Bord der Discovery. Der wird jedoch befohlen, sich in den Sternenflottenhafen 46 zu begeben und den Planeten schutzlos zurückzulassen.

Captain Lorca (Jason Isaacs) hat jedoch einen Plan, er leitet die Rückreise ein, jedoch mit dem langsamen Warp-Antrieb. So verbleiben der Crew drei Stunden, um einen Plan zu entwickeln, wie die Tarnung der Klingonen-Schiffe überlistet werden kann, um die Klingonen anzugreifen und Pahvo retten zu können.

Dunham (Sonequa Martin-Green) und Lieutenant Ash Tyler (Shazad Latif) gelingt es zwei Sensoren zu entwickeln, die jedoch an Bord von Kol's Schiff angebracht werden müssen. Während die Beiden dorthin gebeamt werden, beschäftigt die Discovery die Klingonen - mit 133 Mini-Sprüngen, die Lieutenant Paul Stamets (Anthony Rapp) zum Unwillen seines Freundes Dr. Hugh Culber (Wilson Cruz) über sich ergehen lassen muss. An Bord der Klingonen treffen Dunham und Tyler überraschend auf die noch am Leben befindende Cornwell. Bei der Rettungsmission taucht aber die nun ebenfalls gefangene L'Rell auf, die bei Tyler eine posttraumatische Belastungsstörung auslöst. Dunham kämpft alleine weiter und bringt die Sensoren zum Laufen, während zugleich die Sprünge mit Hilfe der Sporen-Technologie funktionieren. Am Ende kann Kol's Schiff trotz Tarnung zerstört werden. Dunham, Tyler, L'Rell und Carnwell können an Bord der Discovery gebeamt werden.

Hier zeigt sich, dass Tyler unter schrecklichen Träumen oder Visionen von L'Rell leidet. Als Stamets seinen allerletzten Sprung ausführen will - zur Basis 46 - kollabiert er. Die Discovery taucht dadurch an einem unbekannten Ort auf.

Trailer zur Episode:

Review:

Die Handlung des Herbst-Finales bewegt sich in den bekannten Bahnen - Dunham steht einmal mehr im Mittelpunkt und muss die Welt, pardon, das ganze Universum retten. Während Dunham in ihren verschiedenen Szenen ständig zwischen absoluter Logik und dann wiederum nur von Gefühlen geleitet wechselt - was eigentlich ihrem Charakter grundlegend widersprechen sollte - blickt Saru gewohnt traurig drein. Hier muss man nochmals feststellen, dass mit den heutigen modernen Mitteln, die auch bei Maskenbildnern bestehen, bei seiner Figur einfach viel mehr drin gewesen wäre. So wirkt Saru eher manchmal unfreiwillig komisch.

Die ersten 35 Minuten des Halbstaffelfinales haben auch durchaus ihre guten Szenen - und sogar Spannung. Zugleich werfen sie aber auch Fragen auf, die wiederum zu Logiklöchern führen. Abseits der Kriegshandlung wäre so viel mehr möglich bei dieser Serie, wie sich in wenigen Momenten der Konversation zwischen Captain Lorca und Stamets zeigt. So erzählt Lorca, dass durch die Spohren-Technologie und ihre Sprünge sichtbar wird, dass es viele Parallell-Universum zu geben scheint. Einen unglaublich großen Handlungsspielraum könnte dies der Serie bieten - jedes Universum anders, andere Planeten, andere Spezies. Davon gibt es allerdings nichts.

Stattdessen der gewohnte Kampf gegen die Klingonen - immerhin bleiben dieses Mal Untertitel erspart, da Dunham einen Übersetzer parat hat. Als es darum geht, das Schiff der Toten zu lokalisieren, kommt bei der Serie endlich mal wieder Spannung auf. Der geneigte Serienfan fiebert sogar endlich mal mit. Dann allerdings sind da diese Fragen - die beiden Datensammler - warum sind sie in einer derart technisierten Welt derart groß, piepen noch laut und leuchten derart, dass sie jeder von weitem wahrnehmen kann? Warum schickt man Tyler, der sich 227 Tage in Gefangenschaft der Klingonen befand, ausgerechnet zu einem solchen Einsatz auf ein Klingonenschiff? Sein Aussetzer war daher fast schon vorhersehbar.

Dennoch sind die Special-Effects mal wieder gut gemacht, am Ende der 35 Minuten gelingt die Zerstörung des Schiffs der Toten und damit ein wichtiger Etappensieg für die Föderation. Ende gut, alles gut? Leider nicht, denn es gibt noch 12 weitere Minuten. Tyler und Dunham brauchen noch ihre verliebte Szene zusammen. Als Tyler dann einen Sextraum oder auch eine Sex-Version mit der Klingonin L'Rell hat, wird es des Guten aber zu viel. Derart verstörende Szenen erinnern eher an schlechtes B-Movie, aber doch nicht an eine Serie, die in die Fußstapfen von "Star Trek" treten möchte.

Die Krone setzt dem Ganzen nur Stamets auf, der groß gegenüber Lorca ankündigt, dass es sein letzter Sprung sein wird. Es wird derart betont, dass jeder weiß was passiert - es geht natürlich etwas schief. Die Discovery befindet sich nun an einem unbekannten Ort. Vielleicht ist aber genau das die Chance für den zweiten Teil der ersten Staffel. Endlich ist die Discovery an einem unbekannten Ort und könnte erforschen, was es dort gibt. Es wäre der Serie zu wünschen, dass sie diese Chance nutzt.

Am Ende bleibt Netflix ein Kompliment zu machen, welches die Serie in Deutschland anbietet. Zum Einen wurde endlich die Funktion geschaffen, den Vorspann wegzudrücken, zum Anderen wird am Ende der Episode das Anschauen der Science-Fiction-Serie "The Expanse" empfohlen - eine gute Empfehlung, denn diese Serie hat alles, was "Star Trek: Discovery" fehlt.

Fazit:

Es stehen 35 solide Minuten zu Buche, die durchaus auch gut sind, solange man als Zuschauer nichts hinterfragt. Die letzten 12 Minuten sind jedoch alles andere als gut gestaltet. Einzig das Ende könnte die Chance für eine zukünftige Verbesserung der Serie darstellen, wenn es am 7. Januar mit den neuen Episoden weitergeht.

Wertung Folge 9: 6,0 von 10

 

Die Wertung der bisherigen Folgen:

Folge 1: 7,0 von 10

Folge 2: 8,0 von 10

Folge 3: 8,0 von 10

Folge 4: 8.5 von 10

Folge 5: 6,5 von 10

Folge 6: 5,0 von 10

Folge 7: 7,0 von 10

Folge 8: 6,0 von 10

 

Reviews der bisherigen Folgen:

Folge 1 & 2: Star Trek Discovery Review Folge 1 & 2

Folge 3: Star Trek Discovery Review Folge 3

Folge 4: Star Trek Discovery Review Folge 4

Folge 5: Star Trek Discovery Review Folge 5

Folge 6: Star Trek Discovery Review Folge 6

Folge 7: Star Trek Discovery Review Folge 7

Folge 8: Star Trek Discovery Review Folge 8

 

Trailer zur Folge 1.10 - "Despite Yourself":


Weitere News zu Star Trek: Discovery

"Star Trek: Discovery": Starttermin von Staffel 1B bekannt

"Star Trek: Discovery": Starttermin von Staffel 1B bekannt

Während in den USA und Deutschland das Finale des ersten Teils der ersten Staffel von "Star Trek: Discovery" unmittelbar bevorsteht, wurde nun bereits von CBS All Access das Startdatum für den zweiten...

”Star Trek Discovery“: Review zur Folge 1.08: “Si Vis Pacem, Para Bellum”

”Star Trek Discovery“: Review zur Folge 1.08: “Si Vis Pacem, Para Bellum”

“Si Vis Pacem, Para Bellum” ist die 8. Folge der neuen Star Trek Serie und bedeutet frei übersetzt: „Wenn du Frieden willst, bereite den krieg vor“. Der Trailer zur Folge kann bereits die Vorfreude a...

Login

Hier kannst du dich einloggen. Solltest du noch keinen Account besitzen, klicke hier um zur Registrierung zu gelangen. Solltest du dein Passwort vergessen haben, klicke hier um uns zu kontaktieren.

Unser aktuelles Serienhighlight

Rookie Blue
Rookie Blue

"Rookie Blue" handelt von fünf Polizei-Neulingen, die zeitgleich die Polizeiakademie absolvierten - eine Zeit, die sie eng zusammengeschweißt hat: Gemeinsam haben sie gearbeitet und gekämpft, ...

Heute Abend im TV

Wir gratulieren herzlich

Kenneth Mitchell
Kenneth Mitchell

Kenneth Mitchell wurde heute 43 Jahre alt.

Eddie Steeples
Eddie Steeples

Eddie Steeples wurde heute 44 Jahre alt.

Katie Cassidy
Katie Cassidy

Katie Cassidy wurde heute 31 Jahre alt.

Billy Burke
Billy Burke

Billy Burke wurde heute 51 Jahre alt.

Donald  Glover
Donald Glover

Donald Glover wurde heute 34 Jahre alt.

Joel Kinnaman
Joel Kinnaman

Joel Kinnaman wurde heute 38 Jahre alt.

John Larroquette
John Larroquette

John Larroquette wurde heute 70 Jahre alt.