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"Young Sheldon": Review zum Serienauftakt bei ProSieben

"Young Sheldon": Review zum Serienauftakt bei ProSieben

Am Montagabend um 20:45 Uhr feiert das "The Big Bang Theory" Spin-Off "Young Sheldon" seine Deutschlandpremiere bei ProSieben. Wir haben die Pilotfolge bereits vorab gesehen und berichten, ob der junge Sheldon Cooper sehenswert ist. Den deutschen Trailer zu "Young Sheldon" gibt es ebenfalls bei uns.

Zunächst ist festzustellen, dass "Young Sheldon" gänzlich anders ist als die Mutter-Serie, auch wenn wir den gleichen Sheldon Cooper erleben.

Allerdings ist dieser Sheldon Cooper erst 9 Jahre alt und wächst gerade in der Provinz von Texas bei seiner Familie auf. Die Jugendjahre des kongenialen Sheldon Cooper zu erzählen ist die Grundidee des ersten Spin-Offs zur Erfolgsserie "The Big Bang Theory".

Gleich zu Beginn erlebt der Zuschauer etwas vertrautes - er hört die Stimme von Sheldon Cooper Darsteller Jim Parsons aus "The Big Bang Theory". In "Young Sheldon" fungiert er als Sprecher aus dem Off und führt ein wenig durch die Handlung. Seine jüngere Version wird von dem jungen Iain Armitage gespielt. Bereits hier ist den Machern der Serie um Chuck Lorre ein großes Kompliment zu machen, was das Casting angeht. Iain Armitage stellt jenen Sheldon genauso dar, wie man ihn sich wohl selbst jung vorgestellt hat. Die Mutter von Sheldon konnte auch kaum besser gecastet werden - sie wird von Zoe Perry dargestellt, die wiederum die Tochter der Schauspielerin Laurie Metcalf ist, welche in "The Big Bang Theory" die Mutter von Sheldon - Mary Cooper - darstellt. Auch hier ein nahezu brilliantes Casting.

Die Pilotfolge zeigt Sheldon zunächst, wie er mit seiner Eisenbahn spielt und darüber philosophiert, wie schön es doch wäre einsam auf dem Mond zu sein. Am Esstisch wird anschließend seine Familie näher gebracht - sein Vater George (Lance Barber), seine Mutter, seine Schwester Missy (Raegan Revord) und sein älterer Bruder (Montana Jordan), mit welchem er sich allerdings weniger gut versteht.

Anschließend versteht es die Serie wunderbar Sheldon in herrliche Situationen zu bringen - ohne aber albern zu sein. So erlebt der 9-Jährige einen Kulturschock als er seinen ersten Tag in der Highschool bei deutlich älteren Schülern hat. Als er dann seinen Mitschülern und Lehrern erst einmal ihre Verstöße gegen die Schulordnung, welche er natürlich auswendig kennt, aufzählt - und seine Eltern anschließend bei verzweifelten Lehrern zum Rapport müssen - erlebt die Pilotfolge ihre stärksten Szenen.

Die Pilotfolge erzählt allerdings auch, wie sein älterer Bruder George Jr. unter der Intelligenz und Eigenarten von Sheldon leidet. Hierbei wandert "Young Sheldon" schon fast ein wenig ins Drama, zumindest könnte es hierbei auch eine Dramedy sein.

Erfrischend im Vergleich zu anderen Serien von Chuck Lorre - und auch ganz im Gegenteil zu "The Big Bang Theory" - gibt es in "Young Sheldon" keine eingespielten Lacher. Ein weiterer großer Unterschied zur Mutter-Serie und vielen anderen Sitcoms ist zudem, dass es sich um eine Single-Camera-Serie handelt. Dieses stilische Mittel bei der Produktion eröffnet die Möglichkeit, die Szenen langsamer aufzubauen und weniger hektisch zu erzählen. Eine Erzählweise, die in der Pilotfolge perfekt passt.

So bleibt als Fazit festzuhalten, dass "Young Sheldon" in seiner Pilotfolge auf liebevolle Weise die Eigenheiten des Sheldon Cooper darstellt, ohne aber in irgendeiner Form kitschig zu wirken. Wir erleben dabei auch noch einen anderen Sheldon als in "The Big Bang Theory" - einen Sheldon, der noch ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Mutter hat, trotz ihrer starken Religiösität. Es ist eine Comedy-Serie, die mit ein wenig Drama gepaart ist. Eine Pilotfolge, die einen schönen Einblick in die Kindheit von Sheldon Cooper geben konnte. Vergleichbar ist die Serie dabei ein wenig mit "Malcolm mittendrin" oder auch "The Middle". Eine Frage dürfte noch sein, wie sich die Geschichte langfristig entwickeln wird und ob die Zuschauer den kompletten Werdegang von Sheldon verfolgen wollen.

Fazit: 9,5/10

Alle Informationen zur Serie und ihren Darstellern gibt es in unserem Serienbereich...

Dieses Review wurde erstmals am 26.09.2017 nach der US-Premiere bei Serienfans.TV veröffentlicht.


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