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"Star Trek: Discovery": Review zur Folge 1.10 "Despite Yourself"

Spoiler! "Star Trek: Discovery": Review zur Folge 1.10 "Despite Yourself"

Zum Auftakt der zweiten Hälfte der ersten Staffel von "Star Trek: Discovery" befindet sich die Crew der Discovery in einem Paralleluniversum – dem Spiegeluniversum. Auf der Suche nach einem Weg zurück müssen sie feststellen, dass es hier Ebenbilder von ihnen gibt, die jedoch gänzlich anders sind als sie. Gänzlich anders als die schwache erste Hälfte der Premierenstaffel ist leider auch die Folge „Despite Yourself“ nicht. Unser Review zur Episode.

Im Vorfeld des Starts der neuen Folgen wurde in den USA bereits angekündigt, dass sich die Handlung in einem Paralleluniversum bewegen wird, bei welchem aber erneut der Krieg im Vordergrund stehen wird. So auch in dieser Episode.

Inhalt:

Mit ihrem letzten Sprung mit Hilfe des Sporenantriebs ist die Discovery im Spiegeluniversum gelandet. Captain Lorca (Jason Isaacs) beauftragt die Crew zunächst herauszufinden, wo sie sind. Denn vor ihnen offenbart sich ein großes Trümmerfeld von Schlachtschiffen, die sowohl dem Ursprung von Vulkaniern als auch Klingonen zugeordnet werden können. Ash Tyler (Shazad Latif) gelingt es trotz erneuter Visionen von L’Rell einen wichtigen Datenspeicher aus einem der Trümmerschiffe zu bergen. So kann Dunham (Sonequa Martin-Green) schließlich herausfinden, dass sie sich in einem Paralleluniversum befinden, in dem die Terraner eine grausame Herrschaft führen und sich in einem ständigen Krieg gegen die verbündeten Vulkanier, Andorianer und Klingonen befindet.

Auch andere Versionen von Dunham und Lorca gibt es in diesem Universum. Dunham ist hier ein gefürchteter Captain der Terraner, wird allerdings vermisst, seit sie vermutlich durch Lorca getötet wurde, der in diesem Paralleluniversum für die Gegenseite Partei ergriffen hat. Captain der Discovery in diesem Universum wiederum ist ausgerechnet Tilly (Mary Wiseman). Als sich ein anderes Schiff der Terraner nähert, muss Tilly tatsächlich die Position des Captains einnehmen, um den Schein zu wahren. Das Unterfangen gelingt, Dunham kann so zusamen mit Ash schließlich auf das andere Schiff gelingen, um dort nach weiteren Informationen zu suchen, wie sie in ihr eigenes Universum zurückgelangen können. Lorca wird dort zum Gefangenen.

Zuvor zeigte sich, dass die Klingonen mit Ash in seiner Gefangenschaft unvorstellbares gemacht haben und der stark angeschlagene Paul Stamets (Anthony Rapp) recht haben sollte – der Feind befindet sich an Bord der Discovery, denn die Klingonen haben eine zweite Identität in Ash implantiert. Als Bordarzt Dr. Culber (Wilson Cruz) hinter dieses Geheimnis zu kommen scheint, bricht ihm Ash das Genick.

Trailer zur Episode:

Review:

Das Spiegeluniversum, welches sich voraussichtlich über mehrere Episoden erstrecken wird, bietet eine neue Chance für die Serie. Viele Fragen stehen im Raum, die eine ausgewogene Handlung generieren könnten. Stattdessen steht aber wieder der Krieg im Mittelpunkt. Glaubt man den Serienmachern, soll sich dies erst in der zweiten Staffel ändern, wenn mehr Entdeckungen im Mittelpunkt stehen sollen. Hier und jetzt ist das Spiegeluniversum, in welchem sich die Geschichte anders entwickelt hat.

Die kreierte Handlung dieser Episode diesbezüglich ist nicht zu kritisieren und durchaus interessant aufgebaut, aber zugleich ist sie auch vorhersehbar. Wer hat nicht kommen sehen, dass sich ausgerechnet Tilly dann als Captain gut schlagen wird? Natürlich tat sie dies bravourös. Die Terraner werden als das Böse an sich dargestellt, die an die Zeit des Nationalsozialismus erinnern dürften aufgrund ihres Auftretens.

Neben dem Spiegeluniversum wäre da noch die Handlung von Ash, in dem sich durch die Klingonen eine zweite Identität zu verbergen scheint, aller Voraussicht nach dürfte es sich dabei um Voq handeln. Die eingebauten Flashbacks von Ash mit den Klingonen sind allerdings wieder derart geschmacklos, dass sie eher in einem B-Movie zu erwarten wären, aber nicht in einer Serie, die diesen Anspruch hat. Dafür wiederum könnte Stamets mit der Mimik dieser Episode ohne weiteres als Zombie in jeder Zombie-Serie überzeugend mitspielen.

Fazit:

Viel Potenzial hat das Spiegeluniversum, genutzt wurde hiervon zum Auftakt aber nur wenig. Immerhin wurden kurz die Grundlagen dieses Universums aufgezeigt, wer hier gegen wen Krieg führt und dass es hier ebenfalls alle Charaktere zu geben scheint, die aber teils ganz andere Wegen eingeschlagen haben. Vieles anderes bleibt noch offen – und lässt auf Besserung der Serie hoffen. Bei Ash wurde nun offenkundig, dass sich wohl Voq aufgrund einer Prozedur der Klingonen, bei welchem ihm alle Knochen gebrochen worden sind und andere DNA eingepflanzt worden ist, eine weitere Identität, die noch eine große Gefahr für alle Beteiligten auf der Discovery darstellen wird. Auch dies hätte durchaus noch Potenzial, sofern denn endlich die geschmacklosen Flashbacks gelassen werden und die Handlung nicht allzu weit vorhersehbar erzählt wird. Immerhin ein Versprechen konnten die Serienmacher einhalten: Es gab endlich weniger Klingonisch und daher weniger Untertitel zu lesen, dies war auch bitter nötig. Insgesamt steht eine durchschnittliche Episode zu Buche, die ihr Potenzial (noch) nicht (gänzlich) ausschöpfen konnte.

Wertung Folge 10: 6,0 von 10

Die Wertung der bisherigen Folgen:

Folge 1: 7,0 von 10

Folge 2: 8,0 von 10

Folge 3: 8,0 von 10

Folge 4: 8.5 von 10

Folge 5: 6,5 von 10

Folge 6: 5,0 von 10

Folge 7: 7,0 von 10

Folge 8: 6,0 von 10

Folge 9: 6,0 von 10

 

Reviews der bisherigen Folgen:

Folge 1 & 2: Star Trek Discovery Review Folge 1 & 2

Folge 3: Star Trek Discovery Review Folge 3

Folge 4: Star Trek Discovery Review Folge 4

Folge 5: Star Trek Discovery Review Folge 5

Folge 6: Star Trek Discovery Review Folge 6

Folge 7: Star Trek Discovery Review Folge 7

Folge 8: Star Trek Discovery Review Folge 8

Folge 9: Star Trek: Discovery Review Folge 9

 

Trailer zur Folge 1.11 "The Wolf Inside":


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