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”Star Trek Discovery“: Review zur Folge 1.14: “The War Without, The War Within”

Spoiler! ”Star Trek Discovery“: Review zur Folge 1.14: “The War Without, The War Within”

Nachdem das kleine Finale letzte Woche die Discovery wieder in ihr richtiges Universum gebracht hat bereiten sich nun alle auf das große Finale vor. Doch leider bleibt es dabei: Wir sehen Leute planen, laufen, fliegen und Sporen sammeln aber nie passiert wirklich irgendetwas.

Inhaltlich sind wir nach der letzten Folge leider (wieder) auf der Sparflamme der Autoren angekommen. Ob trotzdem etwas Unterhaltsames dabei war, erfahrt ihr jetzt im Review zur Folge 1.14: “The War Without, The War Within”.

 

Wer bisher noch nicht die bisherigen Reviews zur Serie gelesen hat, oder sich diese noch einmal durchlesen will, kann hier fündig werden (oder bei unserem Serienbereich zur Serie hier):

Folge 1 & 2: The Vulcan Hello & Battle at the Binary Stars

Folge 3: Context Is for Kings

Folge 4: The Butcher's Knife Cares Not for the Lamb's Cry

Folge 5: Choose Your Pain

Folge 6: Lethe

Folge 7: Magic to Make the Sanest Man Go Mad

Folge 8: Si Vis Pacem, Para Bellum

Folge 9: Into the Forest I Go

Folge 10: Despite Yourself

Folge 11: The Wolf Inside

Folge 12: Vaulting Ambition

Folge 13: What's Past Is Prologue

Inhalt:

Nachdem die Discovery wieder im richtigen Universum angekommen ist, hat sie schwere Beschädigungen von dem Sprung und dem Kampf davongetragen. Während die Crew, unter dem Kommando des zwischenzeitlichen Captain Saru das Schiff repariert, trifft dieser sich mit Emperor Georgiou die Michael auf die Discovery retten konnte. Danach besucht Saru Ash der Voq’s Erinnerungen hat und Saru berichten kann das die Klingonen eine Art von Spionage-Programm haben womit sie die Sternenflotte infiltrieren konnten.

Kurz danach erhält die Discovery Kontakt mit einem anderen Sternenflottenschiff. Dies stellt sich als das Schiff von Admiral Cornwell heraus, die die Brückencrew der Discovery mit Waffengewalt gefangen nimmt, auf der Suche nach Captain Lorca, bis der mit ihr gereiste Sarek beweisen kann das die Geschichte die Saru und Michael erzählen, die Wahrheit ist.

Während der Admiral Saru und die anderen danach auf den neusten Stand bringt im Zusammenhang mit den Kriegsbemühungen, entschließen sie sich die Tatsache das es Paralleluniversum gibt zu verschleiern. Außerdem kann sie der Crew der Discovery berichten das die Klingonen langsam aber sicher den Krieg gewinnen können, auch weil jedes der 24 Häuser für sich kämpft und sich bei den Eroberungen immer wieder übertrumpfen wollen. Während der Admiral danach mit Sarek und Michael den Emperor besucht, trifft Ash, der auf dem Schiff Freigang hat, auf Stamets.

Der Admiral übernimmt die Leitung des Schiffs und fliegt mit der Discovery zur Raumstation 1 wo sich noch einige Menschen befinden sollten. Dort angekommen sehen sie aber nur noch ein Trümmerfeld und das Logo eines der Häuser der Klingonen. Daraufhin stellt der Admiral L’Rell in der Arrestzelle zur Rede.

Unterdessen kann Emperor Georgiou Sarek einen Vorschlag unterbreiten wie sie die Klingonen besiegen können. Das Geheimnis des Erfolgs soll angeblich auf Kronos liegen, den Heimatplaneten der Klingonen. Doch da sie dafür Stamets-Sprungantrieb Sporen brauchen, fliegen sie erst zu einem anderen Planeten wo dieser mit einigen Sonden schnell einige Sporen sammeln kann.

Mit dem Plan, in eine Höhle auf Kronos zu springen um sich so an den Verteidigungsmaßnahmen vorbei zu schmuggeln, enthüllt der Admiral wer die Discovery auf dieser gefährlichen Mission befehlen darf; es ist Emperor Georgiou die sich als der lange verschollene, tote Captain Georgiou ausgibt.

 

Star Trek Discovery: Trailer Episode 14:

 

Review:

Ich mag keine Folgen in denen nichts passiert.

Seit einigen Jahren gibt es in jeder Serie immer mal wieder eine Folge die ich einfach nur als „Füller“ bezeichnen kann, weil inhaltlich einfach nichts von Bedeutung passieren kann. Was früher die Klassische „Verwerte“ Folge war, worin sich die Darsteller alle hinsetzten um noch einmal auf vorige „Abenteuer“ zu blicken (mit Hilfe von Szenen aus alten Folgen), so haben wir seit einigen Jahren in vielen Serien Folgen wo man sich einfach nur auf den Kampf vorbereitet, anstatt gleich zum Kampf zu springen. Und versteht mich nicht falsch, das bedeutet nicht das diese Folgen schlecht sein müssen und auch nicht, dass diese Folge von Star Trek Discovery wirklich schlecht war, aber inhaltlich lässt sie, gerade nach der sehr guten letzten Folge, sehr zu Wünschen übrig.

Das die Discovery nach dem Sprung beschädigt ist, ist sicherlich eine nette Geste, vor allem gegen die Abenteuer der Voyager, zeigt man hier das das Schiff etwas mitgenommen ist und nicht in jeder Folge wieder fabrikneu aussieht. Doch mir war jetzt geschichtlich komplett nicht klar das das Schiff in der letzten Folge wirklich schwer beschädigt wurde. Gerade weil wir in der letzten Folge nicht davon gesehen haben.

Das die Klingonen eine Art von Spionage-Kunst erfunden haben um die Menschen zu infiltrieren, hört sich sehr interessant an, dient aber in dieser Folge zu nicht mehr als einen Plausch der auch später nach der Ankunft des Admirals noch nicht einmal mehr erwähnt wird. Das ist sehr Schade, gerade weil das sicherlich ein interessantes Konzept ist. Ashs liebe zu Michael leider nicht. Und schon gar nicht als Sarek auf einmal mitmacht und Michael versucht zu überzeugen ihm noch eine Chance zu geben. Das war sehr an den Haaren herbeigezogen.

Das Admiral Cornwell mit Freunden und gezogenen Waffen an Bord kam sah vielleicht gut aus, aber wenn wirklich Lorca noch das Kommando hätte, hätte er sich schon etwas einfallen lassen. Ansonsten war auch hier Sareks benehmen etwas befremdlich, weil die Gedankenverschmelzung eine sehr intime Geste ist und es sowieso sehr schwierig ist zwischen 2 verschiedenen Spezies. Warum er zum Beispiel nicht einfach Michael genommen hat, die ja neben Saru stand, wird wohl auf ewig ein Mysterium bleiben. Mit dem kommen des Admirals kommt auch bereits eine weitere vertane Chance auf das Schiff. In einem Nebensatz wird erklärt das die Spiegel-Discovery vor einigen Monaten zerstört wurde. Damit kann man später vielleicht immer noch das Auftauchen von Captain Tilly oder sonst wen erklären, aber auch hier vertut man eine große Chance 2 Discoverys gegeneinander zu platzieren, einfach um mal zu schauen was passiert. Gerade für Staffel 2 währe die Jagd nach den bösen Doppelgängern durchaus nicht schlecht gewesen.

Das die 24 Häuser der Klingonen keinen großen, gemeinsamen Krieg führen ist zwar schön zu hören aber sicherlich keine große Neuigkeit. Wirkliche Zusammenarbeit war von vorneherein nicht wirklich glaubhaft und wurde in der Serie so auch nie vermittelt. Generell hätte man hier sicherlich einige Szenen einbauen können wo wir Szenen des Krieges mal zu sehen bekommen. Zu mindestens deutliches Archivmaterial durch das Briefing des Admirals hätte uns irgendeinen Einblick geben können. Selten wurde in einer Weltraumserie so wenig Weltraum gezeigt.

Die ganze Geschichte um Emperor Georgiou ist leider auch nicht wirklich glaubhaft oder in irgendeiner Weise nachvollziehbar. Warum streitet sie sich mit Sarek (der in dieser Folge wirklich sehr gefühlvoll agiert was leider nicht zur Figur passt), Warum muss sie jetzt zum Captain gemacht werden? Warum hätte sie nicht einfach im Hintergrund bleiben können? Und wenn wir schon bei Fragen sind, wo kam der Admiral her und ist später wieder dorthin verschwunden? Wir sehen kein Schiff und kein Nichts.

 

Fazit:

Wir warten den Dingen die noch kommen werden.

Wenn man diese Folge einzeln betrachtet verliert sie eindeutig schon allein deshalb, weil sie keine Geschichte erzählt. Hier bewegen sich keine Figuren von A zu B, sonders es wird nur darüber geredet und überlegt ob man sich von A nach B bewegen sollte. Der kleine Trip zum Sporenplaneten von Stamets kam zum Ende hin etwas als Abwechslung, aber auch nur weil wir ihn gerade brauchten. So problemlos und unmotiviert hätte man einen vergessenen Kanister auch einfach aus der Ecke hohlen können. Ash ist nun als gestrafter noch schwerer zu ertragen und mit der Szene in der Kantine der Discovery hat sich meine Lust dieses Mal, mal wieder, verabschiedet. Da hilft es auch nicht das kurz Captain Archer erwähnt wurde.

Wir warten den Dingen die noch kommen werden.

 

Wertung Folge 14: 7,0 von 10

 

Die Wertung der bisherigen Folgen:

Folge 1: 7,0 von 10

Folge 2: 8,0 von 10

Folge 3: 8,0 von 10

Folge 4: 8.5 von 10

Folge 5: 6,5 von 10

Folge 6: 5,0 von 10

Folge 7: 7,0 von 10

Folge 8: 6,0 von 10

Folge 9: 6,0 von 10

Folge 10: 6,0 von 10

Folge 11: 5,5 von 10

Folge 12: 8,5 von 10

Folge 13: 9,0 von 10

 

Nächste Woche sehen wir dann auch schon das Finale der ersten Staffel mit Gewalt, Sex, Dreck und Prinzipien:

Star Trek Discovery: Trailer Episode 15:

 

Von

Olav Bottner


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