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"Fear The Walking Dead": Review zur vierten Staffel

Spoiler! "Fear The Walking Dead": Review zur vierten Staffel

Eine Woche vor dem Start der neuen Staffel von "The Walking Dead" ist die vierte Staffel von "Fear The Walking Dead" zu Ende gegangen. Runderneuert präsentierte sich die Zombie-Serie. Doch ist der Neuanfang geglückt?

Eines vorweg: Von der ursprünglichen Idee der Serie, die Geschichte rund um die Zeit des Ausbruchs der Zombie-Epidemie zu erzählen, ist spätestens seit der vierten Staffel nichts mehr übrig geblieben. Denn es gab einen Zeitpunkt - die vierte Staffel von "Fear The Walking Dead" spielte zeitlich ab dem Zeitpunkt des Finales der achten Staffel von "The Walking Dead".

Neben der Handlung gibt es auch einen nahezu komplett neuen Cast. Am Ende der vierten Staffel sind es nur noch Alicia (Alycia Debnam-Carey) und Victor (Colman Domingo), die vom ursprünglichen Cast der vierten Staffel übrig geblieben sind.

Der erste Teil der vierten Staffel gehört vor allem den neuen drei Hauptdarstellern Garret Dillahunt ("Terminator: The Sarah Connor Chronicles"), Maggie Grace ("Lost") und dem von "The Walking Dead" hinübergewechselten Lennie James in der Rolle des Morgan Jones. Jener Morgan ist es, der im Verlauf der vierten Staffel zum Anführer der Gruppe wird.

Im ersten Teil der vierten Staffel, der acht Episoden umfasst, wird im Rückblick immer wieder erzählt, was seit dem Ende der dritten Staffel geschehen ist. Schon seit dem Staffelauftakt ist dabei klar, dass die Ereignisse zum Tod von Madison (Kim Dickens) geführt haben müssen. Alica und ihr Bruder Nick (Frank Dillane) offenbaren der Reporterin Al (Maggie Grace) dabei nach und nach, was geschen ist. So waren sie in Mexiko in einem verlassenen Baseball-Stadion, welches vor den Beißern sicher war. Hier begannen sie Futterpflanzen anzubauen, um eine Zukunft zu haben. Doch eine umherziehende, plündernde Gang, belagerte sie. Zum Halbstaffelfinale wurde offenbart, dass sich während ihrer dramatischen Flucht Madison schließlich opferte, um die anderen zu retten.

Die Anderen - das ist neben Alica, Victor und Nick auch noch Luciana (Danay García) - beginnen im ersten Teil der vierten Staffel eine Gruppe zu bilden im Truck von Al. Dabei handelt es sich um einen Truck der Spezialeinheit S.W.A.T., der auch entsprechend gut gerüstet sind. Gemeinsam jagen sie jene Gruppe, die für den Tod von Madison und den Fall des Stadions verantwortlich sind. Dass es sich dabei um eine Wohnwagengruppe handelt, mutet zunächst komisch an, dennoch gelingt es dank der Rückblicke immer wieder innerhalb des ersten Teils der vierten Staffel eine Spannung aufzubauen. Bei den neuen Charakteren überzeugt vor allem die Figur von John (Dillahunt), der auch einen gewissen Witz in die Serie bringt.

Überhaupt ist die Optik komplett neu gewählt. Während es bei den Rückblicken noch die gewohnten Farben gibt, ist in der Gegenwart der Serie eine düstere Optik, oft auch ganz ohne Farben in der texanischen Wüste, gewählt. Die Serie erinnert dann viel mehr an einen typischen Westernfilm als an eine Zombie-Serie. Doch genau das ist gelungen, wenn auch zu Beginn gewöhnungsbedürftig.

Schließlich sortiert die Serie weiter aus - auch Nick segnet das Zeitlich im Verlauf der Staffel. Im zweiten Teil der vierten Staffel müssen sich die Überlebenden nach einem verheerenden Sturm aber erstmal wieder finden - und sehen sich einer neuen Gefahr gegenüber. Anders als bei "The Walking Dead" war es dieses Mal aber keine Gruppe, sondern eine Einzelperson. Die Story im zweiten Teil ist aber recht durchwachsen. Zunächst wird ausgeführt, dass es eine Gruppe von Truckern gibt, die im ganzen Land alle vier Meilen Kartons mit Lebensmitteln stellen unter dem Motto "Nimm was du brauchst, den Rest lass da". Zudem gibt es mit Jim, Wendell und Sarah gleich drei neue Charaktere, die allesamt unsymphatisch sind. Zunächst trifft Morgan auf sie, als er den gefesselten Jim findet. Dieser wurde zuvor von Wendell und Sarah entführt, da sie von ihm wollen, dass er Bier für sie braut, zuvor klauten sie wiederum einen Truck von der Gruppe, die die Kartons verteilen.

Hier gibt es deutliche Kritikpunkte und von der Handlung her einen negativen Trend nach dem doch starken ersten Teil der vierten Staffel. Selbst wenn es in einer apokalyptischen Zeit wie es in der Serie der Fall ist, noch LKW Fahrer gibt, die uneigennützig anderen Menschen helfen, ist es doch wahrscheinlich, dass sie von gewalttätigen Gruppen - man denke nur an die Saviors - komplett beraubt werden. Zudem ist es doch auch eher unrealistisch, dass ausgerechnet ein Rollstuhlfahrer wie Wendell die schreckliche Apokalypse so lange überleben konnte. Der neue Gegenspieler macht es nicht besser - es ist die mysteriöse Martha. Sie tötet die helfenden Truck-Fahrer und andere Menschen, die sie für nicht stark genug hält. Wie sich gegen Ende der Staffel zeigt, tut sie dies, da ihr damals zu Beginn der Krise niemand half, als sie mit ihrem Partner - welcher schließlich starb - einen Autounfall hatte. Ihre Figur ist dann doch arg übertrieben, ebenso wie der ständige Helferwille von Morgan. Letzterer spricht im zweiten Teil der vierten Staffel auch nur noch davon alle nach Virginia zu Rick zu bringen. Immerhin diese Befürchtung wird im Finale zerschlagen, als er sich entschließt mit der Gruppe doch im Süden des Landes zu bleiben, um die Mission der Truck-Fahrer fortzusetzen.

Was bleibt als Fazit? Mit dem ersten Teil der vierten Staffel war der Neustart für "Fear The Walking Dead" gelungen. Der neue Cast und der Western-Look, ab und an mit ein paar Witzen gesäumt, hat funktioniert. Mit dem zweiten Teil wurde dieser positive Trend leider nicht fortgesetzt, die Handlung wirkte nicht mehr sonderlich glaubwürdig. Der nun verbliebende Cast hat aber die Chance, in der bereits bestellten fünften Staffel, nun erneut eine komplett neue Handlung zu entwickeln. So gibt es keinen Cliffhanger, die Serienmacher dürften bei der Entwicklung frei sein. Aufgrund des Zeitsprungs ist es allerdings zunehmend schwieriger geworden, sich von der Handlung noch von der Mutter-Serie "The Walking Dead" zu unterscheiden. "Fear The Walking Dead" muss hier nun den Grund seines weiteren Daseins finden, denn von der ursprünglichen Idee der Serie ist nichts mehr übrig.


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